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am 3. Oktober

Heiße U- Bahn Luft von der ÖVP

Die Redaktion - Was das Wiener Umland wirklich braucht, ist Taktverdichtung und Investition in bestehende Strecken.

Die Diskussion um die Verlängerung der U-Bahnen nach Niederösterreich geht in die nächste Runde. Noch ist keineswegs geklärt, wer für die Kosten aufkommen soll. Was unsere Klubobfrau Helga Krismer bei der aktuellen Debatte besonders stört ist, dass die Idee, die U-Bahnen auszubauen, ein uralter „Wahlkampfschmäh“ ist, der bereits vor mehr als 20 Jahren von der ÖVP erzählt wurde. Schon vor 1995 hat man der Bevölkerung die Verlängerung der Wiener U-Bahn ins niederösterreichische Umland versprochen. Obwohl die ÖVP all die Jahre in der Regierung gesessen ist wurde bisher kein einziger cm U-Bahngleis gebaut. Nun ist das Thema durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die den Ausbau im Rahmen des Mobilitätspakets erwähnt hat, am Wahlkampftisch gelandet.

„Die U-Bahn ist als Massen-Transportmittel wirklich nicht geeignet für die Region im Süden von Wien. Bevor Johanna Mikl-Leitner den Menschen weiterhin den Ausbau verspricht, sollte sich die ÖVP für eine Taktverdichtung auf der Badnerbahn, für den Ausbau des Süd-Ost-Express, die Revitalisierung der Kaltenleutgebner Bahn auf der bereits bestehenden Schienentrasse und den Ausbau und die Investitionen von Straßenbahnen und Busse im Raum Mödling und Baden stark machen und die alten Zonengrenzen zwischen Wien und dem Wiener Umland fallen lassen und das 365€-Öffiticket​ für ganz Niederösterreich unterstützen.“, so Krismer, die in dieser Investition für die Zukunft eine hervorragende Möglichkeit sieht, um den öffentlichen Verkehr als echte Alternative für die PendlerInnen und NachtschwärmerInnen anzubieten. 

 
„Die Stecken und Schienen sind vorhanden. Was das Wiener Umland wirklich bitter nötig hat, ist die umfassende Nutzung der bestehenden Infrastruktur und die Taktverdichtung sowie eine sinnvolle Abgleichung der Fahrpläne nicht nur Richtung Süden, sondern auch auf anderen Strecken, wie etwa der Franz-Josefs Bahn​, damit eine Anbindung und Nutzung des öffentlichen Verkehrs in Niederösterreich Sinn macht!“, so Helga Krismer.