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am 10. April 2014

Windkraft: Potential des Industrieviertels wird nicht genutzt

Helga Krismer - Grüne/Krismer: Nur Baden schöpft Windkraft aus

Seit heute ist es fix: Nur noch 1,5 % der Landesfläche werden für Windkraft genutzt. Helga Krismer, Klubobfrau im NÖ Landtag und Baden-Bezirkssprecherin, war schon bei den ursprünglich geplanten 2% der Landesfläche skeptisch, ob NÖ seinen Energiefahrplan 2030 einhalten kann. Die nochmalige Reduzierung auf 1,5 % der Fläche ist für sie ein noch „herberer Rückschlag in der NÖ Energiewende“.

Einzig der Bezirk Baden nutzt die Zonen - wie ursprünglich auch vorgesehen auf der Baden-Wind-Platte bei Pottendorf/Oberwaltersdorf/Ebreichsdorf/Tattendorf, in Trumau und Traiskirchen, sowie in Seibersdorf und Mitterndorf.

„Die Menschen im Bezirk leisten damit ihren unverzichtbaren Beitrag zur Energiewende“, bedankt sich Helga Krismer.

Anders sieht es in den übrigen Bezirken des Industrieviertels aus: „In Mödling bleibt nur noch eine kleine Zone in Achau und der Teil von Wien Umgebung hat sich nach den Volks-Abstimmungen gegen Windkraft entschieden. Auch im Bezirk Wiener Neustadt wird auf die Zonen in Lichtenwörth und Wismath verzichtet“, so die Grüne Klubobfrau.

Krismer bedauert, dass Landesrat Pernkopf angesichts der Gemeinderatswahlen 2015 in die Knie geht. „Einfach auf 25% der Zonen zu verzichten, bremst die Energiewende.“, so Krismer.

„Die Alternative zu Wind ist der bequeme Atomstrom aus der Steckdose, Öl und Gas von Putin und Co..“
Helga Krismer

"Das muss man den Menschen klar machen. Ich bin mir sicher, wenn die Menschen die Alternativen zu spüren bekommen, wünschen sie sich die Windkraft zurück. Denn Fakt ist: Wir brauchen immer mehr Energie. Woher soll sie denn kommen, wenn wir gegen Wasserkraft und Windkraft sind und gegen die Unabhängigkeit von Öl und Gas stimmen? Die Bevölkerung als Energiekonsument macht die Nachfrage nach sauberen Strom. Votet sie gegen sauberen Strom, muss über kurz oder lang mehr Energie importiert werden. Die Abhängigkeit Österreichs von Putin und Co. wird damit verschärft und jeder einzelne von uns kräftig zur Kasse gebeten. Es ist die Aufgabe von uns PolitikerInnen, die Menschen richtig aufzuklären. Wind wird als Energiequelle nie versiegen und ist bei Weitem nicht so gefährlich, wie die Erdgasleitungen im Boden unter unseren Füßen. Ja, Windkraftanlagen sieht man – aber darauf sollten wir eigentlich stolz sein, denn es zeigt, dass Politik und Bevölkerung an einem Strang ziehen und auf saubere Energie setzen“, so Helga Krismer.