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am 8. Jänner 2013

Schiefergas: Energie-Autarkie ist blaues Märchen

- Der FPÖ gehen die Argumente pro Schiefergas offenbar aus. Jetzt sollen auch von den USA bezahlte UmweltschützerInnen im Spiel sein. Auch das Argument der Energie-Autarkie durch Schiefergas lassen wir Grünen nicht gelten.

​Wieder plädiert Stefan Nikl, Obmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer im Bezirk Gänserndorf, in der NÖN für den Abbau von Schiefergas.

„Es ist schlimm genug, dass es noch immer kein gesetzliches Verbot für Schiefergas – wie wir Grünen es fordern – gibt. Dass Nikl wieder ganz offen für den Schiefergas-Abbau eintritt, ist eine Verhöhnung der WeinviertlerInnen. Schiefergas führt nicht zu Energie-Autarkie sondern macht uns im Gegenteil noch abhängiger von Energieriesen à la OMV“, weiß die Grüne Abgeordnete aus den Weinviertel, Amrita Enzinger.

Nikl verdächtigt auch die UmweltschützerInnen, die gegen Schiefergas eintreten, von US-Amerikanischen Energiekonzernen angeheurt worden zu sein, um Konkurrenz aus Europa zu vermeiden. Ein starkes Stück!

„Dieses dubiose Verschwörungs-Konstrukt zeigt, dass der FPÖ die Argumente pro Schiefergas offenbar ausgehen“, so Enzinger. Kein Wunder, denn es gibt de facto keine Argumente, die für Schiefergas sprechen. Schiefergas-Bohrungen sind extrem gefährlich, sehr teuer und lohnen den Aufwand nicht. Hier wird mit allen Mitteln versucht, das letzte aus dem Boden herauszuholen. Und das geht auf Kosten der Menschen, der Tiere und der Natur. Schiefergas löst die Energieprobleme unserer Zeit in keiner Weise. Im Gegenteil!

Auch das Arbeitsplatz-Argument lassen wir nicht gelten. Angeblich sollen 500 Dauerarbeitsplätze durch die Schiefergas-Bohrungen im Weinviertel geschaffen werden. „Diese Zahl ist laut ExpertInnen sehr unglaubwürdig. Es braucht außerdem andere Anreize, um das Weinviertel zu attraktivieren“, weiß Amrita Enzinger.