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am 22. Februar

Industrie-Bau auf der grünen Wiese ist Schildbürgerstreich des Monats

Die Redaktion - Auch in Zukunft wollen wir Donaublick statt Zitronensäure-Fabrik!

Die Firma Jungbunzlauer plant die Errichtung eines Werkes, in dem spätestens ab 2019 die Fabriksschlote Tag und Nacht dampfen um unter anderem Zitronensäure herzustellen. Für unsere Klubobfrau Helga Krismer und die Grünen Niederösterreich ist das ein glatter Schildbürgerstreich: „Unabhängig von geplanten Ausbaustufen und der Produktionspalette geht es für uns Grüne darum, diese Anlage jetzt zu verhindern. Eine derart riesige Industrieanlage wollen wir in diesem Gebiet (Anm.: grenzt an Natura 2000 Gebiet und Weltkulturerbe Wachau) nicht haben“.

Und unser Landtagsabgeordneter Emmerich Weiderbauer aus Melk ergänzt: „Durch diese Fabrik sinkt die Lebensqualität hier drastisch. Es wären aber nicht nur die Anrainer betroffen, sondern auch Radfahrer und Spaziergänger, die an der Donau ihre Erholung suchen und dieses Ausflugsgebiet schätzen.“ Was die Grünen verärgert ist auch, dass es keine transparenten Informationen gibt. „Bis jetzt gibt es kaum Fakten über die Ausbaustufen und die Belastung durch Lärm und Gestank“, so Krismer deutlich.

Unsere Klubobfrau fordert eine sichtbare Reaktion der „nun mit absoluter Mehrheit“ ausgestatteten ÖVP. 

Die landeseigene Wirtschaftsagentur Eco-Plus hat Deal eingefädelt und die EVN AG verkauft Grundstück, damit Industrieanlage überhaupt erst realisiert werden kann. Ich erwarte mir daher, dass die Landeshauptfrau die Gesellschaften des Landes zurückpfeift“, hofft Helga Krismer auf Unterstützung des Stiftes Melk. Diese schickten ein Kraftwerksvorhaben der EVN vor Jahrzehnten auch "zum Teufel".