Bezirkegruene.at
Navigation:
am 18. Oktober

Helga Krismer schlägt Alarm: „Fischotter in NÖ sollen abgeschossen werden“

Die Redaktion - Grüne NÖ waren vor Rückschrittspolitik beim Artenschutz in Niederösterreich

Wie der WWF heute zu Recht kritisiert, will das Land NÖ mittels neuem Gesetzesentwurf die Vorgaben des europäischen Naturschutzrechtes aushebeln und über drei Jahre lang bis zu 180 Fischerotter abschießen lassen.

Unsere Landessprecherin Helga Krismer schlägt Alarm: „Jahrelang hat man es verabsäumt entsprechende Managementpläne vollständig umzusetzen und nun ist wieder eine Tierart der Sündenbock in unserem Bundesland. Der Fischotter ist und bleibt in Österreich geschützt: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat gerade erst auch den Schutz von Wolf, Bär, Luchs usw. in einem Gerichtsurteil bestätigt.  Unter anderem müssen Behörden ein klares Ziel definieren und wissenschaftlich belegen, dass der Abschuss der Tiere diesem Ziel dient und dass es keine Alternativen gibt. Nach dieser europäischen Richtlinie ist die Tötung streng zu schützenden Arten grundsätzlich verboten. Das trifft in Niederösterreich auch auf den Fischotter und alle anderen geschützten Arten zu“.

Seit Frühjahr 2017 versuchen BürgerInnen gemeinsam mit den Grünen NÖ mittels BürgerInnenantrag die Tötung von Fischottern zu verhindern. Dieser Antrag wird seitdem von der ÖVP NÖ nicht einmal zur Diskussion im Landtag angenommen. Daher ist das Land NÖ aufgefordert von der Hetzjagd gegen Fischotter abzusehen und eine rasche Umsetzung von Managementplänen im Sinne des Artenschutzes für unser Bundesland umzusetzen! Schon zweimal haben NGOs hat mit ihren Einsprüchen gegen die bisherigen Bescheide vor Gericht zwei Mal Recht bekommen. Anstatt die richtigen Lehren zu ziehen und die Mängel zu beseitigen, will Niederösterreich nochmals Gesetze aushebeln.

Es gilt nun, ein rechtskonformes Fischotter-Monitoring zu etablieren, finanzielle Mittel für Prävention und Kompensation bereitzustellen und den ökologischen Zustand der Flüsse auf allen Ebenen weiter stark zu verbessern.“, schließt Helga Krismer ab.