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am 18. Juli 2016

Austritt Klosterneuburg aus dem Klimabündnis ist Schildbürgerstreich des Monats

Die Redaktion - Falsches Signal aus Niederösterreich in Zeiten des Klimawandels

Wir küren monatlich den NÖ Schildbürgerstreich. Heute ist die Wahl auf den Austritt der Stadt Klosterneuburg aus dem Klimabündnis Österreich gefallen. Auf Grund eines Antrages der FPÖ, der in der Gemeinderatssitzung am 1.7.2016 Unterstützung fand, tritt die drittgrößte Stadt Niederösterreichs Klosterneuburg aus dem Klimabündnis Österreich aus. 

Unsere Landessprecherin Helga Krismer bedauert diesen Schritt: „Damit verliert Klosterneuburg nun jegliche Kooperationen des Klimabündnisses d.h. das Ende der globalen Partnerschaft zum Schutz des Weltklimas. Mit einem NÖ-Klimaziel 2030 und den Zielen der Weltklimakonferenz in Paris opfert man durch politischer Engstirnigkeit in Klosterneuburg das Klimabündnis und verliert das große Ganze nämlich den Klimaschutz aus dem Augen.“ Das Land NÖ ist 1993 dem Klimabündnis beigetreten und hat als erstes Bundesland 2007 den Klimaschutz in der Landesverfassung verankert. 

Mittlerweile sind mehr als die Hälfte aller NÖ-Gemeinden Klimabündnis-Gemeinden. Mehr als zwei Drittel aller NiederösterreicherInnen leben in einer Klimabündnis-Gemeinde. „Gerade in Zeiten des Klimaschutzes und wesentlichen Umsetzungen lokaler Klimaschutzmaßnahmen wie z.B. im Bereich der Mobilität, der Bewusstseinsbildung in Schulen und in der Raumplanung ist daher ein Austritt das falsche Signal und Klosterneuburg damit kein Vorbild für andere Städte und Gemeinden in Niederösterreich“, so Krismer abschließend.

Helga Krismer und Stadtrat Sepp Wimmer