Bezirkegruene.at
Navigation:
am 26. Juni

Abfallvermeidung und Stopp-Littering für ÖVP ein Fremdwort

Die Redaktion - Grüner Vorstoß für ein verpflichtendes Pfandsystem und Ausbau bei Mehrwegsystemen für Getränkeverpackungen wurde abgelehnt

Achtlos weggeworfene oder liegen gelassene Dosen, Plastikflaschen und andere Getränkeverpackungen sind immer noch ein weit verbreitetes Umweltproblem. Deshalb starten die Grünen NÖ in der heutigen Landtagssitzung einen Vorstoß für ein „verpflichtendes Pfandsystem und Ausbau bei Mehrwegsystemen für Getränkeverpackungen“.

Landessprecherin Helga Krismer begründet ihre Initiative mit den fehlenden Anreizen und Maßnahmen der Wirtschaft sowie des zuständigen Ministeriums:

„Ein großer Prozentsatz aller Dosen und Plastikflaschen landen im Restmüll oder in Straßengräben, Feldern, Flüssen und Wäldern, anstatt in den dafür vorgesehen Sammelbehältern. Eine Einhebung eines flächendeckenden Getränkepfandes würde zu einer deutlichen Steigerung der sortenreinen Sammlung sowie einer Reduktion des Litterings bei Getränkeverpackungen führen. Ein positives Beispiel ist unser Nachbarland Deutschland, wo 0,25 Euro Pfand pro Einwegflasche bzw. Getränkedose eingehoben werden.“


Wir sind überzeugt, dass ein Pfandsystem in Österreich ähnliche Effekte wie in Deutschland zeigen würde: Dass einerseits weniger weggeworfen würde und sich andererseits Menschen finden würden, die sich durch das Sammeln von Dosen und Flaschen etwas dazuverdienen wollen. Die ÖVP war im NÖ Landtag davon nicht zu überzeugen und lehnte den Grünen Antrag ab. „Abfallvermeidung und Stopp-Littering sind für die Mehrheitspartei weiterhin ein Fremdwort und sie damit stellt weiterhin auf die Seite der Müllproduzenten und gegen die Umwelt“, zeigt sich Helga Krismer vom Stimmverhalten der Volkspartei enttäuscht.