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am 20. November

Helga Krismer: ÖVP NÖ ist süchtig nach verbotenen Giften und Pestiziden

Die Redaktion - Bienen mit verbotenen Giften weiter zu töten ist unser Schildbürgerstreich des Monats

Um unter anderem den Schutz der Bienen zu garantieren, gibt es ein Verbot von einigen Pestiziden der Gruppe Neonicotinoide. Bis zum 19. Dezember 2018 müssen sie aufgebraucht sein. „Genau für die drei verbotenen Gifte Imidacloprid, Thiamethoxam und Clotianidin macht die ÖVP Niederösterreich mit der Landwirtschaftskammer Druck, dass sie weiter Boden, Bienen und Mensch gefährden. Der ÖVP gehört endlich die Giftspritze weggenommen. Sie benimmt sich wie süchtig nach Gift“, so unsere Landessprecherin Helga Krismer.

Vor allem unter dem Druck der Rübenbauern versucht nun die ÖVP NÖ im Landtag eine „Notfallzulassung für wettbewerbsrelevante Wirkstoffe, wie die besonders bienengefährliche Neonicotinoid Wirkstoffe“ zu erreichen. Für unsere Klubobfrau Helga Krismer der Schildbürgerstreich des Monats:

„Erst im April wurde ein EU-weites Verbot der drei bienengiftigen Neonicotinoide Imidacloprid, Thiamethoxam und Clotianidin im Freiland auch mit der Stimme von Land- und Umweltministerin Köstinger beschlossen. Die ÖVP NÖ hat am Donnerstag in der Landtagssitzung nichts Besseres zu tun, dieses Verbot schon auszuhöhlen, noch bevor es wirksam ist. In der Zeit der Klimakatastrophe mit bedrohlichem Rückgang von Bienen, anderen Insekten und Vögeln versucht die Mehrheitspartei im NÖ Landtag Österreich in den Rückschrittsmodus im Bienenschutz zu treiben.“

Unsere Abgeordneten Silvia Moser (links) und Helga Krismer vor der NÖ Landwirtschaftskammer.

Schon seit Jahren kämpfen wir gegen Glyphosate und Pestizide und für ökologische Alternativen in der NÖ Landwirtschaft. Dabei stoßen wir und alle Bienenschützer im Gegensatz zu Lobbyisten und der Agrochemieindustrie bei der ÖVP NÖ auf taube Ohren.

„Ministerin Köstinger muss einmal beweisen, dass sie auf Seiten der Umwelt steht und nicht der unbelehrbaren, nach Pestiziden süchtigen ÖVP Niederösterreich. Am Verbot der bienengefährlichen Neonicotinoide ist festzuhalten. Keinesfalls darf es eine Aushöhlung des EU-weiten Verbotes durch die Hintertür geben. Im Sinne des Umweltschutzes und der nachhaltigen Lebensmittelerzeugung muss es ein Bekenntnis für die Bienen geben und das bedeutet ein Nein zur Notfallzuordnung. Die Bienengifte müssen jetzt vom Acker bleiben - im Frühling darf es nicht noch weniger Summen geben“, appelliert Helga Krismer.​