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am 18. Juni

Gatterjagdverbot: Mogelpackung der ÖVP

Die Redaktion - Die Gatterjagd bleibt unter anderem Namen weiterhin erlaubt

In der Landtagssitzung am 28.6.2018 legt die NÖ Landesregierung einen Gesetzesentwurf zur Abstimmung vor, um damit vermeintlich ein Ende der Gatterjagd in NÖ zu erlangen. Die Realität schaut aber anders aus und der vorliegende Entwurf wird von uns und unserer Landessprecherin Helga Krismer massiv kritisiert:

„Auf Druck der TierschützerInnen und der Grünen NÖ vor der Landtagswahl hat sich nun die ÖVP NÖ und damit Landeshauptfraustellvertreter Pernkopf in Richtung Ende der Gatterjagd bewegt, aber der Gesetzesvorschlag Ende 2017 in Begutachtung, entspricht bei weitem nicht dem, der jetzt dem NÖ Landtag vorgelegt wurde. Das Ganze ist eine Mogelpackung für die Jagdlobby und damit sicher kein Ende der Gatterjagd in Niederösterreich: Das geplante Gesetz sieht nämlich auch die Möglichkeit vor, dass die Jagdgatter in sogenannte Wildgehege überführt werden, in dem weiterhin gejagt werden darf. Die Zäune können bleiben und damit gibt es auch weiterhin keine Wilddurchlässigkeit. Auch die künstliche Fütterung im Jagdgatter darf im Gegensatz zum ersten Entwurf nun weiter durchgeführt werden und es fehlt die Auflage, dass ein Wildgehege nur dann genehmigt wird, wenn es durch eine wissenschaftliche Expertise gestützt wird.“

Kämpfen für ein Ende der Tierquälerei: Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) und Helga Krismer

Selbst die Experten der Landesregierung hatten empfohlen, mit den Jagdgattern ähnlich wie Wien z.B. mit dem Lainzer Tiergarten umzugehen. Das würde aber bedeuten, dass die Auflösung der Gatter innerhalb von 4 Jahren und die Errichtung von Grünbrücken zu erfolgen sind. In Wirklichkeit gibt aber die NÖ Landesregierung den Gatterjagdbesitzern 11 Jahre Zeit, schränkt weder deren Wildarten ein, noch denkt sie an den Abbau der Gitter und Zäune als Barrieren für das Wild.

„Die Landesregierung hatte entgegen ihrer ersten Empfehlungen ihrer Experten dem Druck der Gatterjagdlobby massiv nachgegeben und das Gesetz verwässert. Damit stehen Stephan Pernkopf und die NÖ Landesregierung weiterhin für eine tierquälerische Bejagung in NÖ, die leider im negativen Sinne einzigartig in ganz Österreich ist“, schließt Helga Krismer ab.