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am 11. Dezember 2017

LKH Wiener Neustadt: Widersprüche in Planungsunterlagen

- 2018 soll der Neubau des Landesklinikums beginnen. Bei der Durchsicht der Unterlagen für die geplante Ortsumfahrung stoßen wir auf pikante Details zum Neubau des LKH. Braucht der Neubau doppelt so viel Fläche als ursprünglich geplant? Unsere Klubobfrau Helga Krismer richtet eine parlamentarische Anfrage an ÖVP-LR Stephan Pernkopf.

Im Stadtteil Civitas Nova soll das neue Landeskrankenhaus Wiener Neustadt errichtet werden. Die Planungen und Vorarbeiten laufen seit Jahren. Bisher wurden 8 Mio. Euro in das Projekt für Entwicklungskosten ausgegeben. Der Baubeginn wurde für 2018 angekündigt, doch seit Langem gibt es dazu nichts Neues.  

LKH auf Wasserschutzgebiet?!

„Eigentlich haben wir die Unterlagen zur Ostumfahrung Wiener Neustadt durchgesehen, da fällt uns in einem Plan diese fett und leuchtend rot markierte Zone im Norden der Stadt auf. Das Landeskrankenhaus benötigt - so hat es den Anschein - eine doppelt so große Fläche, als ursprünglich vorgesehen. Besonders irritierend daran ist, dass die zusätzlich eingezeichnete Zone ein Wasserschutzgebiet ist“, Michael Diller, Geschäftsführer der Grünen Wiener Neustadt, der sich die Planungsunterlagen genauer angesehen hat.  

Was sagt LR Pernkopf dazu?

Dillers Recherche rief unsere Klubobfrau Helga Krismer auf den Plan. Für sie sind angesichts des geplanten Baustarts 2018 auch noch mehrere Fragen offen.Eine parlamentarische Anfrage an den zuständigen VP-Landesrat Stephan Pernkopf ist demnach die logische Konsequenz. Er muss schließlich wissen, was Sache ist.

8 Wochen hat der VP-Landesrat nun Zeit für die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Welche Grundfläche benötigt der geplante Neubau (inklusive Anschlussstraßen) und ist die derzeit gewidmete Fläche dafür ausreichend?
  2. Wie sieht der Zeitplan für die Errichtung aus?
  3. Wie hoch werden die Kosten für die Errichtung sein?
  4. Wie gestaltet sich das Verkehrskonzept für den Neubau LK Wiener Neustadt? Wie viele Parkplätze werden benötigt? Welche Alternativen der sanften Mobilität werden untersucht? Welche Auswirkungen für das bestehende Straßennetz bestehen?
  5. Wie sieht das Energiekonzept für den Neubau aus?
  6. Wie kann es sein, dass ecoplus einen Brunnenschutz – oder Teile davon – verbauen bzw. „entwickeln“ will?
  7. Wie wird die Ausschreibung gestaltet und wie vermieden, dass es bei der Errichtung des Neubaus wieder zu derartigen Mängel wie im Badener Landesklinikum kommt?