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am 22. April

Die Jugend darf nicht vergessen werden!!

Die Redaktion - Wir fordern rasche Öffnung der Sport- und Freizeitanlagen sowie Bäder für die Jugend

 „Während des so genannten Lockdowns war es allen Gruppen in der Gesellschaft einleuchtend, dass ein Beitrag zu leisten ist. Während die einen zunehmend Existenzängste haben, ertragen andere die soziale Isolation zunehmend weniger. Österreichs Menschen sind zu Recht stolz auf ihre Leistung! Füreinander da sein, Abstand halten, Regeln einhalten, all das hievt uns an die Weltspitze! Um die älteren Menschen kümmern wir uns auch alle: Denn wer will schon, dass Oma oder Opa wegen dieses Virus von uns gehen? Es gibt eine Gruppe, die hat keine Lobby und für die suche ich MitstreiterInnen: es ist die Jugend. Sie dürfen nicht zu Oma und Opa. Sie dürfen nicht auf die Spiel- und Sportplätze. Sie dürfen nicht im Verein trainieren. Sie dürfen nicht ihre FreundInnen sehen. Sie dürfen nicht in die Schule. Und jetzt dürfen sie vielleicht nicht einmal ins Freibad.“, so unsere Landessprecherin Helga Krismer. 

Dass das Hochfahren von Wirtschaft und gesellschaftlichen Bereichen schwieriger wird, war abzusehen: Lobbyisten gehen ein und aus in den Regierungsbüros. Das macht aber in diesen Zeiten auch Sinn: denn wer weiß mehr über seine Branche oder sein Umfeld, selbstverständlich sind Gastronomen ebenso zu fragen wie Kunstschaffende. Und daher musste die Bundesregierung auch einsehen, dass es wirtschaftlich unmöglich ist, auf das Abendgeschäft zu verzichten. Wenn eine Interessensabwägung bei diversen Branchen der Wirtschaft möglich ist, dann muss es nach den Grünen NÖ auch bei der Jugend möglich sein. Wenn die Ansammlung in den Schulen zu groß ist, dann muss über die Möglichkeit der Freizeitgestaltung in Kleingruppen aktiv nachgedacht werden. Was unterscheidet sich von einem Fußballklub in der ersten Liga von Jugendlichen in Leistungszentren oder im Dorf-Fußballverein? Nichts. Und dennoch dürfen nur die Kicker in der ersten Liga trainieren, weil die Wirtschaftlichkeitsberechnung eine andere ist.

„Daher lade ich alle ein: Machen wir uns weniger Kopfzerbrechen über Großveranstaltungen im Sport, sondern geben wir unserer Jugend wieder die Freiräume, die Bewegungsfreiräume, die ihnen zustehen. Vielleicht kann sich eine Gesellschaft auch darauf einigen, dass die Jugend das Recht hat, jedenfalls in ein Freibad gehen zu dürfen. Sie hätten es sich verdient. Ihren Beitrag haben sie mit Homeschooling alleine oder mit Eltern, Verzicht auf FreundInnen, Vereinsamung und oft schon bedenklichen Ansatz von Pubertäts-Depression, hart erarbeitet. Geben wir der Jugend ihren Raum!“, appelliert Helga Krismer.