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am 19. April 2012

Die finanzielle Last nehmen

- Das eigene Kind im Krankenhaus – das ist eine erhebliche soziale und psychische Belastung für die Eltern. Es soll nicht auch noch eine finanzielle sein. Der Antrag der Grünen auf Abschaffung des Spitalkostenbeitrags für Kinder wurde jedoch von der ÖVP abgelehnt.

PatientInnen, die im Spital stationär behandelt werden, müssen einen Selbstbehalt an Pflegegebühren leisten. Dieser Selbstbehalt ist von Bundesland zu Bundesland verschieden und wird in verschiedenen Gesetzen geregelt. Müssen Kinder im Krankenhaus behandelt werden, bedeutet das für die Familien nicht nur eine psychische Belastung (Sorge um die Kinder, Pflegefreistellung…) sondern auch einen zusätzlichen finanziellen Mehraufwand, denn wer sein Kind im Krankenhaus nicht alleine lassen will, muss den Beitrag als Begleitperson leisten.

Befreiung von Kostenbeitragspflicht 

Die Grünen Niederösterreich wollten per Antrag im NÖ Landtag Familien eine finanzielle Last nehmen: "Da bereits Ausnahmen von der Kostenbeitragspflicht bestehen wie zum Beispiel OrganspenderInnen oder Patientinnen, die Anstaltspflege im Fall der Mutterschaft in Anspruch nehmen, sollen auch Kinder von dieser Kostenbeitragspflicht im Falle eines Spitalsaufenthalts befreit werden und somit den Familien zumindest die finanzielle Last erleichtert werden", begründet die stellvertretende Klubchefin Helga Krismer ihren Antrag.

SPÖ und FPÖ konnten dem grünen Vorschlag etwas abgewinnen, die ÖVP allerdings lehnte den Antrag der Grünen mit ihrer Stimmenmehrheit rigoros ab.​