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am 7. März 2013

Mehr Frauen an die Spitze - auch in der Politik!

- Zum Internationalen Frauentag erinnert Madeleine Petrovic daran, dass die Grünen die einzige Partei sind, die wirklich Halbe-Halbe macht. Auf allen Ebenen.

„Der Wahlkampf und die Ereignisse danach haben gezeigt, wie es die anderen Parteien in Niederösterreich mit der Gleichberechtigung halten“, resümiert die Grüne Klubobfrau Madeleine Petrovic anlässlich des Internationalen Frauentages den niederösterreichischen Wahlkampf aus frauenpolitischer Sicht: „Der Wahlkampf artete zum millionenteuren Kampfduell zwischen zwei Männern – Pröll und Stronach - aus. Wenn es schwierig wird, tauchte man(n) bei der ÖVP unter – siehe Sobotka. Bei der FPÖ stehen die Männer immer dann im Rampenlicht, wenn es Erfolge zu verkünden gibt; Wenn der gewünschte Erfolg ausbleibt, werden Frauen vorgeschickt – siehe Barbara Rosenkranz“, weiß Petrovic.

„Der Männerwahlkampf kostete den SteuerzahlerInnen Millionen – Geld, das man besser einsetzen hätte können!“, sieht die Grüne Nachholbedarf: Zum Beispiel für Frauenberatungsstellen. „Hier sollte die Basissubvention auf mindestens 35.000 Euro angehoben werden“, lautet die Grüne Forderung.

Für den neu konstituierten niederösterreichischen Landtag will Madeleine Petrovic auch mindestens eine 50-prozentige Frauenquote: „Wirklich Halbe-Halbe bei den Mandatssitzen gibt es nur bei den Grünen, wir halten uns strikt an das Reißverschlusssystem und haben im NÖ Landtag sogar eine Frauenquote von 75 %“, so die Grüne.

Kinderbetreuung ausbauen

Doch auch am Arbeitsmarkt gilt es, die Situation für Frauen zu verbessern: „ÖVP rühmt sich damit, in Niederösterreich die höchste Frauenbeschäftigungsquote aufweisen zu können. Aber: Beschäftigung ist nicht gleich Beschäftigung. Gerade Frauen müssen oft prekäre Arbeitsverhältnisse eingehen. Österreichweit hat fast jede zweite unselbständig erwerbstätige Frau eine Teilzeit-Stelle, jedoch nur sieben Prozent der Männer, wie aus dem Grünen Frauenbericht 2013 hervorgeht“, so Petrovic.

Ausreichende und qualitativ hochwertige Kinderbetreuungsangebote ermöglichen Frauen, aus der Teilzeit-Falle zu entkommen und auch das Armutsrisiko zu verringern. „Kinderbetreuung funktioniert in Niederösterreich unterschiedlich gut: Während in den Ballungsräumen gute Möglichkeiten für ‚Working Mums‘ gegeben sind, gibt es im ländlichen Raum, vor allem im Most- und Waldviertel, noch großen Aufholbedarf: Für unter 2-Jährige gibt es nur wenige Betreuungsmöglichkeiten in Form von Kindergrippen und die Kindergarten-Öffnungszeiten sind oft so gestaltet, dass Frauen gezwungen sind, nur Teilzeit zu arbeiten“, zeigt die Grüne auf.