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am 7. Mai 2014

Mammographie-Screening: Stöger macht Rückzieher!

Die Redaktion - Grüne Kritik an der Umsetzung des neuen Brustkrebs-Vorsorgeprogramms zeigt Erfolg

Zur Brustkrebsvorsorge werden Frauen zwischen 45 und 69 Jahren seit kurzem alle zwei Jahre zur Mammographie eingeladen. Frauen zwischen 40 und 44 und zwischen 70 und 75 Jahren können sich in das Programm hineinreklamieren. Dass diese neue Art der Vorsorge gegen Brustkrebs vielen Frauen sauer aufstößt, war vorprogrammiert. Deswegen haben wir schon im Vorjahr darauf gedrängt, das neue Mammografie-Screening effizienter zu gestalten.

Wir wurden ignoriert.

In der Folge haben sich nach Rückmeldung von vielen Frauen zahlreiche Schwierigkeiten ergeben. Die Einladung kommt per Brief und wird leicht übersehen, man muss auf die Einladung warten und wird nicht mehr direkt von der behandelnden GynäkologIn zur Mammographie überwiesen. Frauen, die vor kurzem bei der Screening-Untersuchung waren, dürfen in absehbarer Zeit nicht wieder untersucht werden, auch wenn sie das wollen u. a. m.

Unmöglich ist außerdem, dass Frauen nach einer Indikationenliste, die neben familiärer Disposition, Vorhandensein von Symptomen usw. auch eine offene Diagnosekategorie enthält, von ihren GynäkologInnen zur Mammographie auf Kassenkosten überwiesen werden können, und zwar unabhängig von Alter und Screening-Programm.

Wir Frauen haben protestiert – jetzt endlich mit Erfolg. Gesundheitsminister Stöger macht einen Rückzieher und will nun die Verbesserungsvorschläge von uns Grünen übernehmen.

Die Grüne Position:

  • Screening-Programm wird begrüßt
  • Daneben muss der freie Zugang zur kassenfinanzierten Untersuchung ohne Einschränkungen erhalten bleiben. Frauen sollen bei der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen in ihrer Selbstbestimmtheit gestärkt und nicht eingeschränkt werden.