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am 8. Februar

NÖ Glücksspiel: Drohen Einarmige Banditen durch die Hintertür?

Die Redaktion - Die Österreichischen Lotterien haben im Wiener Prater 50 Video-Lotterie-Geräte aufgestellt. Wir sorgen uns um SpielerInnen- und Jugendschutz.

Das „kleine“ Glücksspiel nach Wien zurückgekehrt. Die Klubobleute der Grünen Wien und Niederösterreich warnten davor bereits vor einigen Wochen. 50 Video-Lotterie-Terminals (VLT) sind von den Österreichischen Lotterien im Prater aufgestellt worden. Diese sind vom Wiener Automatenverbot nicht erfasst, da das Spielergebnis über einen externen Server ermittelt wird - und nicht direkt im Gerät.

Unsere Klubobfrau Helga Krismer sieht diese Gefahr auch für Niederösterreich: „So etwas droht uns auch in unserem Bundesland, Wien hat damit trotz Landesverbot des kleinen Glücksspiels nun wieder süchtig machende Automaten stehen. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis sowas auch in unserem Bundesland erfolgt. Diese Bundes-Spielautomaten fahren über die Landesgesetze drüber. In Niederösterreich haben wir dann noch mehr Suchtpotential in Spielhallen!“

Die Aufstellung der VLT-Automaten ist durch das Bundesglücksspielgesetz gedeckt. In NÖ gibt es bisher nur Automatensalons. Durch die obige Vorgehensweise drohen nun Einarmige Banditen durch die Hintertür. „Daher ist nun der Bund gefordert, eine entsprechende Regelung und Verbot des kleinen Glücksspiel einheitlich zu verordnen, ansonsten droht eine Chaoswirtschaft und wir werden von Automaten überrollt. Wien war nur der Anfang der Glückspielindustrie des Bundes“, so Helga Krismer, die den Behördendschungel im Spielautomatenbereich endlich klar dem Bund oder den Ländern zugeteilt wissen möchte.

„Die Spielsüchtigen erfassen den Unterschied zwischen Bundes- und Landesspielautomaten nicht und es ist reine Geldbeschaffung auf dem Rücken vieler Familien und Kinder“, stellt sich Helga Krismer seit Jahren gegen das Automatenglückspiel.