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am 4. Mai

Helga Krismer deckt auf: Atommüll-Endlager in Österreich kostet 2,4 Mio €

Die Redaktion - Klubobfrau Helga Krismer fordert schnelle Aufklärung, wo der Standort in Österreich und NÖ geplant ist

In Österreich fallen durchschnittlich 15 Tonnen an schwach- und mittelradioaktivem Abfall, u.a. durch Medizin, Industrie und Forschung an. Im Bundesvoranschlag für 2018 gibt es nun die Position „Werkskosten für Endlager“ in der Höhe von 2,4 Mio Euro, obwohl es derzeit in Seibersdorf lediglich ein Zwischenlager gibt. Für die Endlagerung von radioaktiven Abfällen werden 40.000 Euro veranschlagt. Unsere Klubobfrau Helga Krismer dazu: „Es werden Kosten für ein atomares Endlager in Österreich budgetiert, welches überhaupt noch nicht in Österreich offen diskutiert, geschweige denn vorhanden ist. Das sind anscheinend reine Kosten für die Standortsuche oder für den Export“.

Die Richtlinie 2011/70 Euratom für die verantwortungsvolle und sichere Entsorgung abgebrannter Brennelemente und radioaktiver Abfälle sieht vor, dass jeder Mitgliedstaat ein Nationales Programm für die Entsorgung radioaktiven Abfalles zu erstellen hat. Österreich hat diesen Auftrag nicht rechtzeitig umgesetzt, obwohl das bis August 2013 hätte erfolgen sollen. Ein entsprechendes Mahnschreiben ist bereits im November 2013 ergangen.

Helga Krismer will nun mittels Anfrage an den zuständigen Landeshauptfrau-Stellvertreter Pernkopf endlich Transparenz und Aufklärung für die Bevölkerung in der Angelegenheit, das betrifft auch mögliche Standorte für Endlager in Niederösterreich, die Einbindung der Bevölkerung in so eine Standortsuche und die Sicherheit im Zwischenlager Seibersdorf. Weiters muss offen geklärt werden, ob Österreich seinen radioaktiven Abfall selbst entsorgt oder exportieren möchte.

Unsere Anfrage zum Down­load

 „Es liegt der Verdacht nahe, dass Österreich seinen radioaktiven Müll außer Landes los werden will und damit die Standortdiskussion umgehen will. Die Sorgen der Bevölkerung bezüglich möglicher Standorte in Niederösterreich der Endlagerung von Atommüll müssen endlich ernst genommen werden und man kann nicht ständig gegen Atommülllager in Nachbarländern Unterschriften sammeln, aber zur eigenen Entsorgungspflicht schweigen. Deshalb muss sich Pernkopf dem Thema stellen und die Pläne aus Sicht Niederösterreichs offen darlegen“, schließt Helga Krismer ab.​​