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am 12. Dezember 2017

Atom-Unfall in Russland – wir fordern Aufklärung!

Die Redaktion - Helga Krismer fordert volle Transparenz und Aufklärung über Atomzwischenfall in Majak (Russland). Ihr Besuch bei der russischen Botschaft rief Wiener Polizei auf den Plan.

Am Dienstagvormittag wollte unsere Klubobfrau Helga Krismer den russischen Botschafter treffen, um mit ihm über einen Vorfall im Atomreaktor Majak im Oktober zu sprechen. „Leider öffnete uns niemand die Türe. Ich werde den Botschafter jetzt schriftlich mit der Berichterstattung in Schweizer Medien über das AKW Majak in Russland befragen. Im Sinne einer guten Beziehung hoffe ich auf ein Gespräch.“, so Krismer. 

Satellitenbilder verraten Atom-Unfall in Majak ​

Anfang Oktober waren erhöhte Ruthenium-106-Werte über Europa festgestellt worden. Zahlreiche Experten vermuteten die Ursache in Russland. Nach anfänglichem Schweigen bestätigte der russische Wetterdienst sehr spät die alarmierenden Werte (der höchste Wert – 42 Millibecquerel pro Kubikmeter – wurde laut niederländischer Strahlenschutzbehörde in Wien gemessen). Ursache wurde keine genannt. Vor kurzem berief sich ein Schweizer Medium auf der eigenen Internetseite auf den Physiker Simon Proud von der Universität Oxford. Er zeigt anhand von Satellitenaufnahmen des europäischen Satelliten Sentinel 2 zu unterschiedlichen Zeitpunkten, dass sich die Atomreaktoranlage Majak (RUS) verändert hat. Dort wo früher ein Dach war, ist nun ein deutlich dunklerer Fleck zu sehen.

Warum wusste Österreich nicht Bescheid?

Dieser nachlässige Umgang mit Atom-Unfällen lässt bei der Grünen Landessprecherin Klubobfrau Helga Krismer die Alarmglocken schrillen. „Es muss Schluss sein mit im wahrsten Sinn des Wortes todsicheren Atomexperimenten in Europa“, appelliert Krismer eindringlich und fordert erneut die Energiewende in Österreich endlich einzuleiten.  ​

Fordern Aufklärung von der russischen Botschaft: Hikmet Arslan, Stephan Bartosch, Helga Krismer, Stefan Eitler, Clara Fluch und Georg Ecker (v.l.n.r.)

„Anti-Atompolitik ist keine Showeinlage. Unterschriften sammeln allein reicht längst nicht mehr. Es braucht einen ernsthaften Kampf mit allen gesetzlichen Instrumenten gegen Atomkraft-Projekte und hier gilt unser Kampf natürlich weiterhin den österreichnahen AKWs, wie dem geplanten Atomkraftwerk Paks II​ in Ungarn, das nur rund 180 km von der österreichischen Grenze entfernt ist und mit russischer Technologie ausgestattet ist“, so Krismer.

Informationstransparenz ist Pflicht!

Wer Sicherheitsrisiken verschweigt und weit überhöhte Werte nicht meldet macht sich mitschuldig. Bei nuklearen Zwischenfällen fordern wir daher volle Informationstransparenz bei einer unnatürlichen Werteüberschreitung und volle Aufklärung über den Vorfall in Russland!“, geht Krismer noch einen Schritt weiter. Sie wendet sich nun in einem offenen Brief an seine Exzellenz, den Botschafter, und bittet um einen Gesprächstermin um Licht in die Sache zu bringen.  

Zudem nimmt Helga Krismer einmal mehr den zuständigen ÖVP-Landesrat Stephan Pernkopf in die Pflicht. „Wenn er und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die Energiewende wollen, dann müssen Sie Druck auf Sebastian Kurz und seine Kollegen in der Regierung machen. 110.000 Menschen haben sich jüngst per Unterschrift gegen Atomkraft ausgesprochen. Das ist ein Auftrag für kantige Anti-Atompolitik. Ankündigungspolitik bringt keine Sicherheit und keinen sauberen Strom in die Steckdose!“, ist Krismers klarer Aufruf zur Energiewende.


Helga Krismer fordert Aufklärung über Atomzwischenfall in Russland

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