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am 13. Jänner

AKW-Ausbau Dukovany verhindern - JETZT!

Die Redaktion - Helga Krismer kämpft vor Ort gegen Atomkraftwerk Dukovany und übergibt ihre Stellungnahme direkt vor Ort dem Kraftwerksbetreiber

Wir wollen den 64.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern, die sich bereits gegen Atomkraft ausgesprochen haben, den Rücken stärken. Daher hat unsere Klubobfrau und Spitzenkandidatin Helga Krismer ihre ins tschechische übersetzte Stellungnahme direkt im Atomkraftwerk ​(das nur 32 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt liegt) dem Kraftwerksbetreiber übergeben. Die Frist wurde von den Tschechen genau in die Weihnachtszeit gelegt. Aber wir sind in Niederösterreich wachsam. „Es gibt keinen Kompromiss in Sachen Atomkraft. Wir werden dafür kämpfen, dass uns die Reaktoren nahe der Grenze nicht um die Ohren fliegen und unsere Lebensgrundlage atomisieren und zerstören“, gibt sich Helga Krismer kämpferisch. Die Grüne Spitzenkandidatin ist über die neue Bundesspitze enttäuscht. „Die Atomreaktoren rund um Österreich sind neben der Klimakrise die größte Bedrohung für Land und Leute. Ich erwarte mir auch von der Landeshauptfrau ein klares NEIN zum AKW Dukovany“, so Helga Krismer.

Unsere Kritikpunkte:

  • Die Prüfung enthält keine Angaben zum Reaktortyp
  • Ein schwerer Unfall mit grenzüberschreitenden Auswirkungen kann nicht ausgeschlossen werden und wurden nicht berechnet und erläutert
  • Gesundheitliche Risken wurden nicht untersucht
  • Die Haftung im Falle eines schweren Unfalls ist unzureichend
  • Es sind keine Angaben bzgl. Zwischen- und Endlager der radioaktiven Abfälle genannt
  • Der Bedarf an weiteren AKW-Kapazitäten ist nicht nachgewiesen
  • Die CO2 Freiheit der Stromproduktion ist nicht nachgewiesen
  • Die kurze Frist für die Einwendungen verstößt gegen internationale Vereinbarungen

Im vergangenen Herbst gab es zwei ungeplante Abschaltungen. Trotzdem wurde vor wenigen Wochen nicht nur die Betriebslizenz für zwei Reaktorblöcke auf unbestimmte Zeit verlängert, das AKW soll auch um ein bis zwei neue Blöcke erweitert werden. Dazu läuft bis 15.1.2018 ein grenzüberschreitendes Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren (UVP), bei dem auch DU Nein zum Ausbau des Atomkraftwerks sagen kannst!  Mehr dazu

Voller Einsatz für die Energiewende: v.l. Michael Pinnow, Monika Hobek-Zimmermann, Stephan Bartosch, Helga Krismer, Hikmet Arslan und Wolfgang Bernhuber
Helga Krismer bei der Übergabe ihrer Stellungnahme direkt in Dukovany.

Fotos © Christian Dusek​​