Bezirkegruene.at
Navigation:
am 17. November

Schließung Kohlekraftwerk Dürnrohr: Meint es die ÖVP ernst?

Die Redaktion - Noch vor zwei Jahren hat die ÖVP unsere Bemühungen zur frühzeitigen Abschaltung des EVN Kohlekraftwerks Dürnrohr abgelehnt. Jetzt plötzlich, kurz vor der Landtagswahl in Niederösterreich, spricht sich ÖVP-Minister Rupprechter dafür aus. Helga Krismer meint dazu: „Ankündigungspolitik bringt keinen sauberen Strom in die Steckdose!“

Bereits im Jahr 2015 haben wir per Antrag​ im NÖ Landtag​ eine vorgezogene Abschaltung des EVN Kohlekraftwerks in Dürnrohr gefordert. Damals hat die ÖVP Niederösterreich den Antrag jedoch abgelehnt.

Helga Krismer, Christiane Brunner und Constantin Gessner in Dürnrohr im November 2015.

Jetzt - 2 Jahre später und rechtzeitig vor der NÖ Landtagswahl - fordert das nun plötzlich auch der ÖVP-Minister Rupprechter. Die EVN weiß von seinen Plänen allerdings gar nichts. Bisher war die Einstellung des Betriebes in Dürnrohr für 2025 geplant, um bis dahin die Versorgungssicherheit in Ostösterreich zu garantieren.

Unsere Klubobfrau Helga Krismer ortet daher einen "Wahlkampfschmäh" der ÖVP: „Die ÖVP bemüht sich stets vor Wahlen um ein grünes Mascherl. Wenn Johanna Mikl-Leitner Energie aus sauberen Energiequellen haben möchte, dann soll sie es tun. Ankündigungspolitik hatten wir bereits genug“.

Für uns Grüne ist jedoch jede Initiative zur Energiewende begrüßenswert, denn je früher man den Kohle- und Gasausstieg schafft, desto besser ist es für uns alle.

Erst vor einer Woche hat Helga Krismer öffentlich dazu aufgerufen, der EVN endlich den Auftrag zu sauberen Strom und zur Abschaltung des Kohlekraftwerks zu geben. Mehr dazu gibt es hier.

Quelle: Kurier vom 18.11.2017, Seite: 20, Ressort: N.Ö.