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am 30. Jänner 2014

Grundstückskäufer in Hainburg wurden um ihre Sicherheit betrogen!

Die Redaktion - Neue Klubobfrau Helga Krismer gibt BI Pfaffenberg neue Hoffnung

Was als „Antrittsbesuch“ der neuen Klubobfrau Helga Krismer bei Vertretern der BI Pfaffenberg in Hainburg gedacht war, entwickelte sich schnell zu einem Arbeitstreffen. „Durch Martin Fasan und dann Madeleine Petrovic, die die causa Steinbruch Hollitzer seit 11 Jahren verfolgen und im ständigen Austausch mit der Bürgerinitiative standen und stehen, kenne ich den Fall natürlich, allerdings war mir nicht klar, dass die Menschen, die sich in den 80er Jahren ein Grundstück in Hainburg gekauft haben, um sich ein Eigenheim zu schaffen, um ihre Sicherheit betrogen wurden – von wem und bewusst oder unbewusst, sei mal dahin gestellt“, so die Grüne Helga Krismer. 

Sie spielt darauf an, dass die Raumordnung in den 80er Jahren den – seit 1900 bestehenden – Steinbruch Hollitzer als „mittelfristig, auslaufendes“ Projekt deklarierte. 1997 dann entschied sich bekanntermaßen der Steinbruchbetreiber aber für eine Erweiterung und den Ausbau der Abbrucharbeiten und eine 1981 getroffene Vereinbarung zwischen Stadtgemeinde und Steinbruchbetreiber über eine Schutzzone scheint seither obsolet. 

Für Krismer nicht nachvollziehbar: „In dieser Vereinbarung hält der Steinbruchbetreiber aus freien Willen fest, dass ein Abbau unter 300 Höhenmeter eine Beeinträchtigung für die Stadtgemeinde Hainburg sei. Auch die Beibehaltung des Schutzstreifens wird ausdrücklich festgehalten. Wie wir wissen, hat der Steinbruchbetreiber diese Vereinbarung längst gebrochen. Warum die Stadtgemeinde im Sinne der Bevölkerung hier ihr Recht nicht einfordert, entzieht sich momentan noch meiner Kenntnis“, so die Grüne Klubobfrau.Genau deswegen fordert die Grüne aber Rechtssicherheit für die Betroffenen: „Wenn ich mich vor einem Grundstückskauf informiere und mich auf Basis der behördlich festgelegten Raumordnungssituation für den Grundstückskauf entscheide, will ich nicht Gefahr laufen, in 3 Monaten in knapp 300 Metern Entfernung einen aktiven Steinbruchabbau zum Nachbarn zu haben. Ganz sauber ist das in Hainburg nicht abgelaufen“, vermutet die Grüne. 

Krismer will die Unterlagen daher neu prüfen lassen: „Wer weiß: Vielleicht finden wir doch noch einen Hebel, die Schutzzone zurückzugewinnen – aufgeben tut man ja bekanntlich nur einen Brief“, so Krismer.

Klubobfrau Krismer trifft BI Pfaffenberg
V.l.n.r.Ing. Manfred Gürth, Adolf Reichel, grüne Klubobfrau Helga Krismer, Ing. GeraldPutz und Madeleine Petrovic (LAbg. Der Grünen und EU-Kandidatin der Grünen)

Als „Motivationsgeschenk“ hatten Helga Krismer und Madeleine Petrovic für die Vertreter der Bürgerinitiative Ing. Manfred Gürth, Adolf Reichel und Ing. Gerald Putz ein Puzzleteilchen aus Holz: „Unsere Initiative – ein Stück Niederösterreich“ steht d’rauf und meint: „Wir brauchen das Engagement der Menschen in den Regionen – dafür sind wir dankbar und selbstverständlich unterstützen wir dieses Engagement. Wenn in Niederösterreich etwas nicht sauber läuft, ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, das - gemeinsam mit den Betroffenen -aufzudecken“, so die grüne Klubobfrau Helga Krismer.