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am 5. September 2016

Durchhalten, liebe LehrerInnen und SchülerInnen!

Emmerich Weiderbauer - Polit-Debatten verhindern noch immer zeitgemäßes Bildungssystem

Verwundert ist Emmerich Weiderbauer, unser Bildungssprecher zu Schulbeginn vor allem darüber, dass es tatsächlich an LehrerInnen – vor allem DeutschlehrerInnen für Flüchtlingskindern fehlt: „Die Flüchtlingssituation ist seit über einem Jahr Thema – man hatte also genug Zeit, Budget und Dienstpostenplan für das Schuljahr 2016/2017 entsprechend zu adaptieren. Wir haben fertig ausgebildete Interkulturelle Mitarbeiter, die längst einen Job haben sollten - nicht nur in Kindergärten, sondern auch an Pflichtschulen. Es ist wieder nicht passiert und so zeigt sich das mittlerweile gewohnte Bild zu Schulbeginn: ÖVP und SPÖ hacken lieber aufeinander herum, als für Lösungen zu sorgen“.

Weniger verwundert ist der grüne Bildungssprecher über die Tatsache, dass es auch im Jahr 2016 noch kein flächendeckendes modernes Schulsystem gibt: „Die Politdebatten stehen zB einer gemeinsamen Schule für alle im Weg. Das sieht man deutlich, wenn man nach Vorarlberg blickt: dort wird das Schulsystem durch Zusammenarbeit gerade massiv gepusht. Im restlichen Österreich lautet das Motto hingegen: ,Durchhalten liebe LehrerInnen und SchülerInnen – Verbesserungen werden eh diskutiert‘“, so Weiderbauer.

Rechtzeitig zu Schulbeginn haben wir daher die Forderung „Eine gemeinsame Schule für alle“ beim Online-Voting im Rahmen ihrer Demokratieoffensive „Jetzt entscheidest Du“ zur Abstimmung freigeschalten (siehe www.noe.gruene.at/meinlandtag ).

„Die Forderung bringt zurzeit viele Klicks. Vollkommen verständlich, weil sich gerade auch zu Schulbeginn die Schwächen des Systems zeigen. Eltern wollen die beste Ausbildung für ihr Kind, motivierte LehrerInnen – ein System der gemeinsamen Schule garantiert das. Diese Forderung wird daher auch den NÖ Landtag passieren“.