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am 18. April 2012

Alle unter einem Dach

- Die Ausgrenzung von behinderten Kindern im Bildungssystem muss ein Ende haben. Kinder mit besonderen Bedürfnissen haben ein Recht auf Bildung ohne Sonderschulen. Diese Schulform muss schrittweise abgeschafft werden.

"Vom Inklusiven Unterricht profitieren alle Beteiligten", ist die grüne Behinderten-Sprecherin Helene Jarmer überzeugt. SchülerInnen mit Behinderungen können sich über den Sonderschullehrplan hinaus bewegen, haben positive Lernvorbilder und werden auch sozial integriert. Alle anderen SchülerInnen profitieren davon, dass mehr als eine Lehrkraft in der Klasse ist und lernen, dass Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten Voraussetzungen ein Thema auf unterschiedliche Art aufarbeiten können.

Ausgrenzung von SchülerInnen

"International geht der Trend klar in Richtung Inklusion", sagt Jarmer. Umso deutlicher ist Jarmers Kritik an den Plänen des Wiener Bildungsstadtrats, Christian Oxonitsch, auf den neu zu errichtenden Bildungscampus separate Sonderschulen für Körperbehinderte zu errichten: "Hier wird die Ausgrenzung von SchülerInnen mit Behinderung in Beton gegossen", betont Jarmer.

"Der Inklusive Unterricht für alle SchülerInnen muss endlich umgesetzt werden. Neu errichtete Schulstandorte müssen barrierefrei gestaltet werden und bieten die Möglichkeit, SchülerInnen mit und ohne Behinderungen gemeinsam unter einem Dach zu unterrichten", meint Jarmer.​