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11.05.2009 09:47
Umgebungslärm-Aktionsplan zum Flugverkehr ist Verhöhnung der Betroffenen!
Bis 24. Mai 2009 kann zum Umgebungslärm-Aktionsplan Flugverkehr des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie Stellung genommen werden (www.umgebungslaerm.at).
Erschütternd ist für Umweltstadträtin Brigitte Krenn, was hier als Entwurf vorliegt: „Die festgelegten Schwellenwerte, ab denen Maßnahmen zu setzen sind, sind viel zu hoch angesetzt. Damit gibt es nur 7 Betroffene für den Lden-Dauerschallpegel und 187 Betroffene für den Lnight-Dauerschallpegel. Das spiegelt in keiner Weise die hohe Zahl von Fluglärmbelasteten um den Flughafen Wien-Schwechat wieder.
Krenn: "Das ist eine Verhöhnung aller Fluglärmbetroffenen!“
Die Darstellung von den unterschiedlichen Belastungen bei unterschiedlichen Windrichtungen wird nicht dargestellt. Weiters fehlt das Kriterium der Maximalpegel zur Gänze. Gerade in der Nacht mag zwar der Dauerschallpegel durch Flugzeuge nicht so hoch sein, aber jedes einzelne Flugzeug kann zu Aufweckreaktionen führen und dadurch die Gesundheit der Betroffenen wesentlich beeinträchtigen.
Ähnlich sieht das die grüne Landtagsabgeordnete Amrita Enzinger: „Der Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Fluglärmsituation ist zahnlos. Erstens wird auf das wahre Maß der Betroffenheit nicht eingegangen und zweitens beinhalten die Maßnahmen nichts Konkretes bzw. nichts Neues. Lärmmindernde An- und Abflugverfahren bestehen derzeit schon und technische Verbesserungen am Fluggerät werden wie in der Vergangenheit bereits bewiesen, durch die Steigerung der Flugbewegungen aufgesogen.
Immissionsseitige Maßnahmen fehlen im Maßnahmenkatalog zur Gänze. Auf das besondere Schutzbedürfnis von Kindergärten und Schulen wird nicht eingegangen, weil der Schwellenwert zu hoch angesetzt wurde.
Maßnahmen wie Betriebsbeschränkungen oder eine Deckelung der Flugbewegungen fallen wohl unter den „ausgewogenen Ansatz“ der bei der langfristigen Strategie zum Schutz vor Fluglärm genannt wird: „Ein breiter Interessensausgleich zwischen Anrainern und Luftfahrtindustrie um eine tragfähige Koexistenz sicherzustellen."
"Der vorliegende Aktionsplan bringt den Betroffenen keinen Schutz vor Fluglärm. Hier werden keine Spielregeln für den Flugverkehr vorgegeben und die AnrainerInnen im Regen stehen gelassen!“ sind sich Krenn und Enzinger einig.
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