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Sa, 20.03.2010

Autor

Elisabeth Kerschbaum

05.02.2010 12:32

Isar 1 - die vergessene Atomgefahr an der Grenze

Rund 100 km von Gmünd entfernt befindet sich eines der umstrittensten Kernkraftwerke Deutschlands, Isar 1.

Eine aktuelle Studie im Auftrag der Deutschen Grünen bescheinigen diesem Kraftwerk ein außergewöhnliches Risiko, auch für Österreich.

Die Bundesrätin Elisabeth Kerschbaum von den Grünen: "Da ist die Rede von starker Rissbildung an den Rohrleitungen und Korrosion - und davon, dass das Kraftwerk einem Flugzeugabsturz oder Terroranschlag niemals standhalten könnte. Im Hinblick auf die erst kürzlich medial verbreiteten Sicherheitslücken am nahegelegenen Flughafen München ist diese Tatsache doppelt beunruhigend."

Doch die Diskussion über die Laufzeitverlängerung deutscher AKWs läuft ohne österreichische Beteiligung ab. Kerschbaum: "Angesichts der tickenden Zeitbombe an Österreichs Grenze wäre hier ein Aufschrei angesagt - doch in Österreich herrscht Schweigen im Walde! Weder Umweltminister Berlakowich, noch Umweltlandesrat Pernkopf war dies bisher eine öffentliche Wortmeldung wert."

Eine Conclusio aus dem NÖ "Atomgipfel" im November war die Einsicht, dass Anti-Atompolitik sich nicht auf die öffentlichkeitswirksamen Themen Temelin & Mochovce beschränken darf. "Ich erwarte mir, dass Landesrat Pernkopf diese Aussagen seiner eigenen Experten ernst nimmt und die Bedenken Niederösterreichs zu einer Laufzeitverlängerung deutscher AKWs, insbesondere Isar 1, endlich zum Ausdruck bringt!" so Kerschbaum abschließend.





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