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14.09.2009 09:14
AKW Mochovce verhindern - Einspruch gegen den Ausbau des Risikoreaktors einlegen!
Die Slowakei ist verpflichtet eine grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung zum Bau zweier neuer Reaktoren am Standort Mochovce durchzuführen. Bis 6. Oktober können alle BürgerInnen Ihre Stellungnahmen zu dem Dokument einreichen. Alle nötigen Unterlagen zum UVP-Verfahren finden Sie auf der Website des Umweltbundesamts unter www.umweltbundesamt.at/uvpmochovce34.
Sie können auch ganz einfach unsere Muster-Stellungnahme verwenden, sie ergänzen oder abändern – ihre Adresse einfügen und unterschreiben! Bis 6. Oktober 2009 können Sie Ihre Stellungnahme zu Mochovce 3&4 an die NÖ Landesregierung schicken!
Warum stellt das AKW Mochovce 3&4 ein ganz besonderes Sicherheitsrisiko dar?
Die Slowakei plant den Bau zweier neuer Reaktoren am Standort Mochovce. Die Fertigstellung der Blöcke 3&4 stellt eine besondere Bedrohung für die Bevölkerung in Österreich dar: Die Anlage die bis 2012/13 fertiggestellt und 40 Jahre in Betrieb sein soll, basiert auf Plänen aus den 1970er Jahren und sind seit 1986 eine Baustelle. Die Reaktoren weisen - wie Tschernobyl -keine Schutzhülle auf und sind demnach auch nicht terrorsicher.
Hintergrund zur Umweltverträglichkeitsprüfung Mochovce 3&4
Nachdem im Frühjahr das Vorverfahren abgeschlossen wurde, haben die slowakischen Behörden jetzt die Umweltverträglichkeitserklärung an Österreich übergeben (die Dokumente gibt’s auf der Website des Umweltbundesamtes). Die Unterlagen sind jedoch völlig inakzeptabel:
- Die Bauarbeiten haben schon ohne abgeschlossene UVP begonnen.
- Eine Alternativenprüfung des Standorts und der Technologie wie sie die relevante Gesetzgebung vorsieht, fehlt völlig.
- Sicherheitsfragen inklusive grenzüberschreitende Folgen schwerer Unfälle werden viel zu allgemein und auf völlig unzulänglicher Datenbasis behandelt.
- Die Pläne für Mochovce 3&4 sehen keine Sicherheitshülle vor. Der Frage, wie Flugzeugabstürze oder Terrorangriffe beherrscht werden können wird in der UVP nicht nachgegangen.
- Die Datenbasis auf der die UVE beruht ist fragwürdig und lückenhaft.
- Die Endlagerproblematik ist ungelöst.
- Die Haftungssummen sind viel zu niedrig angesetzt und Österreich kann keinen Schadenersatz im Falle eines Unfalls erwarten.
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