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Fr, 19.03.2010

Autor

Redaktion

26.02.2008 11:44

E–Control streicht Kohlekraftwerks Dürnrohr über Nacht aus den Kraftwerksplänen

Fasan, Kerschbaum: "Monitoringbericht neu veröffentlichen und Kraftwerkspläne endgültig streichen"

"Es ist ein plumper Vertuschungsversuch, wenn die E–Control urplötzlich das seinerzeitige Vorhaben für ein neues Kohlekraftwerk aus Ihren Planungsunterlagen streicht, kritisiert der grüne Umweltsprecher LAbg. Martin Fasan. "Wir werden diese Vorgänge durch eine Anfrage an den Wirtschaftsminister klären!" ist BR Elisabeth Kerschbaum empört.

Stein des Anstoßes:

Im November 2007 war der E-Control-Monitoringbericht zur Versorgungssicherheit 2006 – 2016 erschienen. Darin befand sich das Projekt "800 MWel Kohlekraftwerk Dürnrohr". Daraufhin startete die grüne Bundesrätin Elisabeth Kerschbaum mit Fragen: zunächst im Bundesrat (Fragestunde Minister Pröll, der sich beim Klimaschutz durch Kohlekraftwerke "ganz auf die Landes - EVUs verlassen" wollte), dann durch eine Anfrage bei der E-Control (die unbeantwortet blieb) – und jetzt durch eine Anfrage an den zuständigen Wirtschaftsminister.

Vorige Woche kritisierte der grüne Umweltsprecher LAbg. Martin Fasan gemeinsam mit den Tullner Grünen neuerlich die Kraftwerkspläne für Dürnrohr. Halbherzige Dementis von EVN und Verbundgesellschaft folgten. Und siehe da: quasi über Nacht hat die E – Control ihren Monitoring Bericht geändert! Seit kurzem findet sich auf der Homepage der E-Control ein neuer Bericht zur Versorgungssicherheit 2006-2016, aus dem betreffendes Kohlekraftwerk verschwunden ist.

Fast gleichzeitig bestätigt aber LR Plank in einem Interview die Kraftwerkspläne in Dürnrohr.


"Offensichtlich sind die Anfragen von Grüner Seite unangenehm geworden, weil eben vor der Wahl keiner gern über neue Kohlekraftwerke diskutieren möchte. Dieses Versteckspiel ist unerträglich! BürgerInnen haben ein Recht auf Information. Die E-Control soll nunmehr ihren Bericht neu veröffentlichen, offiziell korrigieren und gemeinsam mit EVN und Verbund diesem Kohlekraftwerk eine eindeutige Absage erteilen", so Fasan und Kerschbaum unisono.

 





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